Psychophysiologie im Sport - zwischen Experiment und Handlungsoptimierung

42. asp-Jahrestagung vom 13. - 15. Mai 2010 in Salzburg

Eine der großen Faszinationen der Sportpsychologie besteht in der Erforschung der Wechselwirkung von psychischem Geschehen und physischen Vorgängen. Seit jeher fragen wir zum Beispiel, welche Einflüsse Bewegung und Sport auf Emotionen, Stimmungen, Informationsverarbeitungsprozesse, Denken und Gedächtnis haben. Nicht weniger interessant ist die Frage, wie sich das psychische Erleben, Motivation und kognitive Kompetenzen auf körperliche Aktivität oder sportliche Leistung auswirken.

Dies regt Grundlagenforschung, etwa im Bereich der Neuropsychologie, der Informationsverarbeitung, der Wahrnehmungs- und Gedächtnisforschung, ebenso an, wie es die Anwendung der Erkenntnisse in der Praxis des Sports herausfordert. Zum einen setzt dabei die experimentelle Forschung auf die Aufdeckung und Absicherung kausaler Wirkzusammenhänge. Auf der anderen Seite stehen die technologischen Fragen nach dem praktischen Nutzen und den Anwendungsregeln. Was unterstützt Personen um konkrete Ziele durch körperliche Aktivität und Sport zu erreichen? Nicht zuletzt durch die technischen Entwicklungen sowie die Fortschritte in der Neuropsychologie werden die Schnittstellen zwischen psychischem Geschehen und physischen Vorgängen immer enger verzahnt. Zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Schlussfolgerungen für die Praxis spannt sich ein fachlich und ethisch spannendes Feld auf. "Es ist neuropsychologisch belegt, dass ..." verwenden inzwischen viele Personengruppen zur "wissenschaftlichen" Fundierung ihrer Aussagen: Aus der Herzratenvariabilität könne man nicht nur den Fitnesszustand einer Person ablesen, man könne auch auf die Persönlichkeit rück schließen. Neurofeedback sei eine sensationelle Methode im Sport, um Höchstleistungen zu erzielen.

Was kann die Sportpsychologie wirklich leisten? Wo sind wir im spekulativen Bereich? Müssen wir auch spekulieren, um mehr leisten zu können?
Die Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) und der Interfakultäre Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaft der Universität Salzburg laden herzlichst zur 42. Jahrestagung der asp ein. Mit dieser Einladung verbinden wir den "call for papers" und ersuchen um die Einreichung wissenschaftlicher Beiträge in Form von Vorträgen, Postern oder Arbeitskreisen bis zum 5. Februar 2010. Wir freuen uns besonders über Beiträge, die zwei Schnittstellen thematisieren:
  1. Die Wechselwirkung psychischer und physischer Vorgänge im Leistungs-, Breiten- und Gesundheitssport.
  2. Der Bezug zwischen Grundlagenforschung und Handlungsoptimierung im Sinne der angewandten Sportpsychologie.
Darüber hinaus sind natürlich auch Beiträge zur üblichen Breite der Sportpsychologie, wie wir sie im Rahmen dieser Tagung kennen, herzlich willkommen.
Wie schon fast traditionell findet im Vorfeld der asp-Jahrestagung die 14. Forschungswerkstatt vom 11.-13. Mai 2010 statt. Hierzu sind NachwuchswissenschaftlerInnen aus der Sportpsychologie sowie aus verwandten Fächern herzlichst eingeladen.

Wir freuen uns, die Tagung erstmals in Österreich abzuhalten und Sie im Mai 2010 im Universitäts- und Landessportzentrum Rif begrüßen zu dürfen.

Prof. Dr. Günter Amesberger
MMMag. Thomas Finkenzeller
Dr. Patrick Bernatzky
Mag. Susanne Schaffer-Morocutti

Aktuelles:
 
01. Juni 2010
Die Tageszeitung 'Die Presse' berichtet in ihrer Ausgabe vom 1.6.2010 von der asp-Tagung in Salzburg und speziell von den Arbeitskreisen zur 'Motivation im Gesundheitssport'.
 Ein Maulkorb für den inneren Schweinehund
 
01. Juni 2010
Fotos von der Tagung finden Sie ab sofort im Submenü unter "Impressionen". Wer an dem einen oder anderen Bild in druckfertiger Auflösung interessiert ist, kann sich gerne per Mail an susanne.schaffer@sbg.ac.at wenden.
 
29. April 2010
Wir bitten alle TagungsteilnehmerInnen, die Ihre Tagungsgebühr noch nicht überwiesen haben, dies noch vor dem 7.5. zu tun. Wir bitten um Verständnis, dass Tagungsgebühren, die nach dem 7.5. eingezahlt werden, sich automatisch um EUR 10,- erhöhen.
 
19. April 2010
Hinweise für Referentinnen und Referenten
Bitte beachten Sie die organisatorischen und technische Hinweise für alle Referentinnen und Referenten, die wir unter folgender URL zur Verfügung stellen. Die Hinweise stehen dort auch als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.
 Hinweise für Referentinnen und Referenten
   
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